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Ratgeber

Krawatte zur Beerdigung: was angemessen ist

Zur Trauerfeier gehört eine schwarze oder sehr dunkle Krawatte ohne Glanz. Was gilt, wenn keine schwarze zur Hand ist.

Die Regel ist kurz

Zur Beerdigung trägt man eine schwarze Krawatte zu einem dunklen Anzug. Uni, ohne Muster, ohne Glanz. Das ist in der Schweiz und im gesamten deutschsprachigen Raum unverändert die Erwartung.

Der Grund ist praktisch, nicht symbolisch: Bei einer Trauerfeier soll die Kleidung der Gäste kein Unterschied sein, der auffällt. Einheitlich dunkel erreicht das am zuverlässigsten.

Wenn keine schwarze zur Hand ist

Anthrazit und sehr dunkles Grau sind die akzeptierte Ausweichlösung. Auch sehr dunkles Blau wird nicht als Verstoss empfunden, solange es fast schwarz wirkt.

Was nicht geht: gemusterte Krawatten, kräftige Farben und glänzende Satinseide. Ein feines Gittermuster im selben Farbton fällt in der Praxis nicht auf und ist vertretbar, wenn keine Alternative da ist.

Der Knoten

Ein kleiner, schlichter Knoten ist angemessener als ein grosser Windsor. Der Four-in-Hand oder der halbe Windsor sind die richtige Wahl.

Die Krawatte wird vollständig gebunden getragen, nicht gelockert — auch nicht, wenn es warm ist.

Regionale Unterschiede

In Teilen Süd- und Osteuropas ist die schwarze Krawatte weniger streng erwartet, in Grossbritannien dafür strenger. Wer bei einer Trauerfeier im Ausland unsicher ist, liegt mit Schwarz nie falsch.

Bei bestimmten Konfessionen und bei Feiern, die ausdrücklich als Abschied in Farbe gewünscht sind, gelten die Wünsche der Familie. Sie stehen in solchen Fällen meist in der Anzeige.