Ratgeber
Krawatte binden: vier Knoten, Schritt für Schritt
Vier Krawattenknoten verständlich erklärt — vom einfachen Four-in-Hand bis zum Windsor. Mit Hinweis, welcher Knoten zu welchem Kragen passt.
Der einfache Knoten (Four-in-Hand)
Der Four-in-Hand ist der Knoten, den die meisten Menschen meinen, wenn sie «Krawatte binden» sagen. Er fällt leicht asymmetrisch aus und wirkt dadurch weniger streng als seine grösseren Verwandten.
Legen Sie die Krawatte so um den Hals, dass das breite Ende etwa 30 cm tiefer hängt als das schmale. Führen Sie das breite Ende einmal über das schmale, dann darunter hindurch, und noch einmal darüber. Schieben Sie es nun von unten durch die Halsschlaufe und von vorn durch den entstandenen Knoten. Halten Sie den Knoten fest und ziehen Sie am schmalen Ende, bis er sitzt.
Passt zu: schmalen und mittleren Kragen. Bei unseren 8 cm breiten Krawatten ergibt er einen kompakten, leicht länglichen Knoten.
Der halbe Windsor
Symmetrischer als der Four-in-Hand, aber deutlich schlanker als der volle Windsor. Für die meisten Anlässe der vernünftigste Kompromiss.
Breites Ende über das schmale legen, von unten durch die Halsschlaufe führen, dann nach rechts herunter. Nun hinter dem schmalen Ende nach links, von vorn über den Knoten legen, erneut von unten durch die Halsschlaufe und schliesslich von vorn durch die entstandene Schlaufe ziehen.
Passt zu: den meisten Kragenformen. Der Standardknoten für den Berufsalltag.
Der Windsor
Der breiteste der vier, dreieckig und symmetrisch. Er braucht Stoff — bei 150 cm Länge geht das gut auf, bei kürzeren Krawatten wird es knapp.
Der Windsor entsteht, indem das breite Ende auf beiden Seiten je einmal durch die Halsschlaufe geführt wird, bevor der eigentliche Knoten geschlungen wird. Dadurch entsteht die charakteristische dreieckige Form.
Passt zu: weit geschnittenen Kragen (Haifisch- und Cutaway-Kragen). Bei schmalen Kragen wirkt er gedrängt.
Der Kreuzknoten
Ein schmaler, leicht schräg sitzender Knoten mit sichtbarer Kreuzung an der Vorderseite. Er wirkt bewusst gestaltet und fällt auf — was je nach Anlass gewollt oder unpassend ist.
Er eignet sich besonders für dünne, glatte Seide, weil er mehrere Lagen übereinanderlegt. Bei sehr dicken Krawatten wird er unförmig.
Passt zu: schmalen Kragen, gesellschaftlichen Anlässen.
Welche Länge bleibt übrig?
Unabhängig vom Knoten gilt: Die Spitze der Krawatte sollte die Gürtelschnalle berühren oder knapp überdecken. Endet sie darüber, wirkt die Silhouette gestaucht; hängt sie darunter, wirkt sie nachlässig.
Bei 150 cm Länge funktioniert das für die meisten Körpergrössen. Wer sehr gross ist oder den Windsor bevorzugt, sollte beim Anlegen mehr Länge auf der breiten Seite einplanen.