Ratgeber
Krawatte zum Bewerbungsgespräch: die sichere Wahl
Im Vorstellungsgespräch soll die Krawatte nicht auffallen, sondern nicht stören. Welche Farben und Muster das leisten.
Die Aufgabe ist nicht, zu gefallen
Im Bewerbungsgespräch hat Kleidung eine einzige Aufgabe: Sie soll kein Thema werden. Wer über die Krawatte des Gegenübers nachdenkt, hört in dieser Zeit nicht zu.
Daraus folgt eine unromantische, aber verlässliche Regel: Wählen Sie das Unauffälligere. Nach dem Gespräch soll sich niemand an Ihre Krawatte erinnern, sondern an Ihre Antworten.
Farbe
Mittleres bis dunkles Blau ist die sicherste Wahl und aus gutem Grund die häufigste. Es wirkt ruhig, sachlich und passt zu praktisch jedem Hemd.
Dunkles Bordeaux ist die zweite verlässliche Option — etwas wärmer, ohne die Signalwirkung von hellem Rot.
Zu meiden: sehr helle Töne, starkes Rot und alles Glänzende. Nicht weil sie falsch wären, sondern weil sie Aufmerksamkeit binden, die Sie an diesem Tag anders brauchen.
Muster
Uni und feine Streifen sind die unauffälligsten Dessins. Gitter- und kleine Punktmuster funktionieren ebenfalls, solange der Kontrast gering bleibt.
Grosse, kontrastreiche Muster lenken auf Videokonferenzen zusätzlich ab, weil die Kamera sie flimmern lässt. Wird das Gespräch online geführt, ist Uni die sicherste Entscheidung.
Branche beachten
In Bank, Recht, Versicherung und Verwaltung ist die Krawatte weiterhin erwartet. In Technik, Gestaltung und Handwerk kann sie überförmlich wirken.
Im Zweifel gilt: Eine Krawatte, die man im Zweifel abnehmen kann, ist besser als eine, die man nicht dabeihat. Wer zu förmlich erscheint, wirkt bemüht — wer zu leger erscheint, wirkt gleichgültig. Das erste ist der kleinere Fehler.